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1. PHYsik des lichts

Die Beschaffenheit der Räume beeinflusst nicht nur die Aufstellung und Präsentation der Objekte, sondern auch die technischen Anforderungen an die Beleuchtung. In Räumen mit natürlichem Tageslicht müssen Sie den Sonnenstand oder den Einfallswinkel des Sonnenlichtes berücksichtigen – am besten schon bei der Installation der Objekte. Wenn kein Tageslicht gewünscht ist, welche Möglichkeit für eine Beschattung oder Verdunkelung besteht?

Projektionsdistanzen und die Menge des gewünschten Lichtes fordern entsprechende Wattagen oder verändern die Stückzahlen der Scheinwerfer, die benötigt werden. In Vitrinen aufgestellte dreidimensionale Objekte sollten so weit unter den Lichtschienen oder Punktauslässen angeordnet sein, dass ein räumliches Einleuchten möglich ist.

In Pultvitrinen spiegeln sich Scheinwerfer wieder und erschweren die Betrachtung. Stoßkanten von Vitrinen-Gläsern verursachen Schlagschatten auf den Objekten. Mit dem Einfallswinkel des Lichtes können Sie die Lage der Schlagschatten und die Spiegelungen der Glasscheiben im Raum beeinflussen.

Checkliste für die wichtigsten Fragestellungen:

  • Größe und Beschaffenheit der Ausstellungsräume?
  • Die Anordnung von Stromschienen oder Punktauslässen über den Objekten oder Vitrinen?
  • Größe der zu beleuchtenden Objekte. Anzahl der damit verbunden Scheinwerfer?
  • Wie können störende Lichteinfälle reduziert oder vermieden werden?
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2. Raum

Die Höhe eines Raumes erfordert passende Arbeitsmittel, wie Leitern oder Hebebühnen. Dazu muss der Arbeitsraum und die Bewegungsfreiheit rund um die Vitrinen oder Podeste bereits in der Ausstellungsplanung berücksichtigt werden.

Für länger währende Ausstellungen muss die Zugänglichkeit zu den Scheinwerfern gewährleistet sein. Nur damit ist ein Lichtservice für viele Jahre gesichert. Freistehende Objekte müssen von allen Seiten beleuchtbar sein.

Sind im Raum nicht genügend Scheinwerferpositionen vorhanden, muss überlegt werden, ob die Montage von zusätzlichen Lichtschienen möglich ist.

Für das Aufbauen der Beleuchtung ist es notwendig, dass vor Ort ausreichend Platz für die Manipulation des erforderlichen Materials vorhanden ist.

Checkliste für die wichtigsten Fragestellungen:

  • Welche Raumsituation ist gegeben?
  • Mit welchen Arbeitsmitteln sind die Leuchten zu montieren?
  • Beeinflussen temporäre oder fixe Einbauten die Manipulationsfläche im Raum?
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3. Zeit

Die Filmbrache verwendet für die Beleuchtung von realen oder animierten Filmen viel Zeit für das richtige Licht. Warum Sie den Zeitfaktor bei der Präsentation Ihrer Objekte unbedingt beachten müssen:

Je umfangreicher und größer die Ausstellung werden soll, desto mehr Zeit muss für die Vorbereitung der Ausstellungsbeleuchtung eingeplant werden. Die aufzuwendende Zeit ist abhängig von

  • Anzahl und Größe von Ausstellungsräumen
  • Anzahl und Größe der Objekte, Vitrinen oder Gemälden
  • Eventuelle Tageslichteinbringung durch Fenster und damit verbunden Lux-Werte
  • Vorhandene Leuchten und Leuchtmittel
  • Manipulationszeiten für Leuchten und Steighilfen
  • Die Lichtinszenierung

Checkliste für die wichtigsten Fragestellungen:

    • Sind die Scheinwerfer mit Leuchtmittel zu bestücken?
    • Einsatz von Folienmaterial?
    • Ist das Scheinwerfermaterial schon im Raum?
    • Sind Arbeitsgeräte schon vor Ort?
    • Müssen zusätzliche Montagen vorgenommen werden?
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Resümee: Für das optimale Einleuchten Ihrer Ausstellung müssen neben einem professionellen Lichtkonzept auch Raum und Zeit berücksichtigt werden. Richtig gesetztes Licht unterstützt Ihre Objekte in Ihrer Ausstrahlung und Anmut.

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Wir helfen gerne beim Erstellen Ihres maßgeschneiderten professionellen Lichtkonzeptes und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!


Bildquellen:
LiProTon, Max Pavlovics

in Licht
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